
Leben ohne SIM-Karte: Ein Experiment in digitaler Entschleunigung
Am 18. Februar begann für mich ein ganz besonderes Abenteuer. Ich legte die SIM-Karte aus meinem Handy und ließ mich auf ein Experiment ein: Leben ohne ständige Erreichbarkeit und ohne mobiles Internet. Die ersten Tage waren – zugegeben – gewöhnungsbedürftig. Einkaufen, Arbeiten, der Alltag gingen zwar wie gewohnt weiter, aber ein Hauch von Unsicherheit begleitete mich. Doch nach der ersten Woche war es wie weggeblasen. Das Leben fühlte sich plötzlich… einfacher an.
Bis zum 22. März hielt ich durch, ohne SIM-Karte. Selbst beim Tanken oder Einkaufen fand ich kreative Lösungen: Das WLAN der Geschäfte half gelegentlich aus – eine Strategie, die ich auch weiterhin beibehalten möchte. Doch trotz all der positiven Seiten des Experiments blieb immer ein kleiner Gedanke im Hinterkopf: „Was, wenn Kita oder Schule anrufen?“
Insgesamt war es aber überraschend entspannt. Die vier Wochen zeigten mir einmal mehr, wie unwichtig ein Handy eigentlich ist. Als Kind der 80er Jahre erinnere ich mich daran, wie wir damals ohne Smartphones, Tablets und digitale Vernetzung auskamen. Klar, der Pager machte damals seine ersten Schritte in der Kommunikationswelt, aber digitale Medien nahmen erst viel später ihren Lauf.
Es gab sogar Tage, an denen das Handy komplett zu Hause blieb oder für ein bis zwei Tage ganz ausgeschaltet war. Und wissen Sie was? Es fühlte sich befreiend an! Kein ständiges Brummen, keine Benachrichtigungsflut, keine Ablenkung – einfach nur Leben im Moment.
Die Lektion? Wir sind oft so sehr mit unseren Geräten verbunden, dass wir vergessen, was wirklich zählt: Die Freiheit, unsere Zeit selbst zu gestalten, statt sie von einem Bildschirm diktieren zu lassen. Mein Experiment hat mich daran erinnert, wie wertvoll das echte Leben ist – offline, greifbar und frei von digitalen Ketten.
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie es wäre, eine digitale Auszeit zu nehmen? Probieren Sie es doch mal aus – vielleicht gibt es Ihnen genau die Klarheit, die Sie brauchen. 🎈